»Von Bangalore nach Hagenow«

13.09.2026, 15:00 Uhr
(© Wieleʼs Studio; Privatbesitz)

Der Fotograf, Schriftsteller und Jäger Hermann Wiele (1860–1924)

Als Fotograf, Jäger und Schriftsteller lebte und arbeitete Hermann Wiele (1860–1924) über dreißig Jahre in den südindischen Städten Madras und Bangalore (heute Chennai und Bengaluru) und bereiste den indischen Subkontinent. Die Fotostudios »Wiele & Klein« und »Wieleʼs Studio« zählten zu den einflussreichsten Akteuren der frühen Fotografie Indiens. Ihre Motive indischer und kolonialer Architektur, Landschaften und fremder Kulturen gingen im frühen 20. Jahrhundert als Postkarten um die Welt und prägten das Bild der britischen Kolonie.

Auf Grund des Ersten Weltkriegs musste Hermann Wiele Indien verlassen. Er verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Hagenow. Hier schrieb er seine Erinnerungen an seine Jagderlebnisse nieder, die nach seinem Tod unter Titeln wie »Für Hagenbeck im Himalaja und den Urwäldern Indiens« oder »Geheimnisse der Dschungeln« veröffentlicht wurden und sich großer Beliebtheit erfreuten. 

Die Ausstellung zeichnet den Weg eines Fotografen aus dem Harz über eine britische Kolonie in eine mecklenburgische Kleinstadt nach – im Mittelpunkt steht jedoch der Blick eines Europäers auf das koloniale Indien vor rund 100 Jahren.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 13. September 2026 um 15 Uhr eröffnet. 
Der Eintritt zur Vernissage ist frei.

Veranstaltungsort

Alte Synagoge, Hagenstraße 48, 19230 Hagenow